Droste, Wiglaf:
Schalldämpfer
Eine Revue



Gebunden, kleinformatig,
128 Seiten

14.- Euro
ISBN: 978-3-89320-187-7

Mit seinen Komplizen Franz, einem Freund der Abgesägten, Klaus, dem geübten Fahrer von Fluchtautos, Ralle, dem Schnellraucher und Mann fürs Einseifen von Delinquenten, dem hibbeligen Zeichner Jan, Nikolaus, dem Maler und Freund kluger Sätze und der barocken Erscheinung Vincent, der mit Pfeil und Bogen ein tödlicher Schütze ist, befindet sich Wiglaf Droste auf dem Kriegspfad. Sie haben das »Kommando Leise Welt« gegründet, eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells und der innen angrenzenden Organe. Lärmbolde und Schreihälse, die Rollkofferbrüllwürfel hinter sich her zerren, bekommen von diesen glorreichen Sieben einen eindeutigen Wink mit der Wumme. Es ist viel zu tun. Selbstverständlich gibt es auch Ordnungshüter, die etwas dagegen haben. Eine aberwitzige Reise durch ein Land des Irrsinns beginnt.


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Pressestimmen:

  • »Eine wilde Mischung aus Roadmovie, Gangsterposse, Hasskolumne... Hier kommt, wie stets bei Droste, niemand ungeschoren davon, was äußerst boshaft ist und bissig. Und witzig sein kan im Leserausch.« (Dresdner Neueste Nachrichten)
  • »Wäre der Begriff Sommermärchen nicht schon tausendmal missbraucht worden - auf Schalldämpfer trifft er zu. Das, was man aus Drostes Glossen kennt und schätzt - die Lust an der Pointierung, am Sprachspiel, der unbarmherzige, desavouierende Blick auf die Wirklichkeit -, all das ist hier in eine Rahmenhandlung eingebettet, die höchst subjektiv all das aufspießt, was vor gut einem Jahr in den Schlagzeilen war. Ein wahrhaft historischer Roman also.« (Walter Gödden, Westfalenspiegel)
  • »Wiglaf Droste befasst sich seit Jahrzehnten mit Belästigungen aller Art. Er wurde darüber der deutschsprachige Fachmann für Unangebrachtes, Unpassendes, Nichtzusammengehörendes, für Kitsch und sonstiges Danebensein, für Widrigkeiten, von denen die Mehrheit der Zeitgenossen nicht einmal ahnt, dass es sie gibt. Sie nehmen nicht wahr, was der Dichter als Bosheit und Gemeinheit dieser Welt diagnostiziert und therapiert - mit Texten und Musik. Und zu diesem Zweck - Sichtbarmachen und Verabschieden - selbst manchmal seitenweise all das Genannte produziert. So auch in Schalldämpfer.« (Arnold Schölzel, junge Welt)
  • »Das war ja eine Überraschung. Zuerst die prunkvolle Widmung und dann die zwei überraschenden Auftritte, einmal als hanseatischer Anhuster von Ralle und dann als Einschlaf-Hirsch auf den Kinderbetten der Nation. In dem ganzen Buch fühlte ich mich wohlbehütet, wie in einer warmen Wanne, und wackelte verzückt mit den Zehen.« (Harry Rowohlt)
  • »Du hast wunderbare Kunst der feinen Ironie geliefert. Großartig sind Deine Wortschöpfungen und mein Zwerchfell ist vor Lachen ganz ausgeleiert. Weiter so. Solche Texte verschaffen mir Glück und das wird ja immer seltener.« (Vincent Klink)
  • »“Schalldämpfer” ist ein Buch der Gewaltphantasien eines Gestressten. Derb, verhasst und zynisch-ironisch bis in die letzte Papierfaser – einerseits mit dem massiven Holzhammer, andererseits mit dem für den Autoren typischen Feinsinn. Einerseits endbescheuert, andererseits hochintelligent.« (Chris Popp, booknerds.de)