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Critica Diabolis 119
Paperback, 176 Seiten
14.- Euro
ISBN: 3-89320-074-6
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Der 3. Oktober im 13. Jahr der Einheit war einem Berliner Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus Anlass genug, eine größere Veranstaltung mit Pohrt und Broder zu organisieren. Da Pohrt im Ruf eines "eigentlichen Vordenkers" der Antideutschen (Robert Kurz) stand, hatten Veranstalter und Gäste sich wohl Zuspruch und Bestätigung von ihm erhofft, eindringliche Appelle des Inhalts etwa, dass man nicht nachlassen dürfe im Kampf gegen deutsche Eigenheiten wie Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus etc.
Umso größer die Enttäuschung, als Pohrt die aktuelle Gefährlichkeit solcher Feinde und damit die Notwendigkeit des Kampfes gegen sie in Zweifel zog. Was 1989 noch als tragische Wiederholung der Reichsgründung mit allen ihren entsetzlichen Folgen erschienen war, das habe sich, so Pohrt, mittlerweile als lumpige Farce entpuppt.
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Es sei kein Neubeginn für den Nationalstaat, sondern dessen Untergang gewesen, und obendrein dürfe man von einer Bevölkerung, welche sich aus Gründen ihrer Altersstruktur hauptsächlich um den Zahnersatz und die Rente sorgen muss, kaum die Kraft zu außerordentlichen Missetaten erwarten.
Für eine Reihe seiner früheren Anhänger war Pohrt damit zum Rassisten und Antisemiten geworden. Auch Gremliza ging auf Distanz. Wir haben Pohrt deshalb um Klärung und Erläuterung gebeten, und er hat die Form der Frequently Asked Questions gewählt.
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Pressestimmen:
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- »Ein wie immer anstößig deutlich argumentierendes Buch.« (Dietmar Dath, in: FAZ)
- »»Kill the nation with a groove.« So lautete einmal der Kampfauftrag für die vaterlandslosen Gesellen dieses Landes. Daran gehalten hat sich niemand, außer Wolfgang Pohrt. [...] Pohrt schreibt vorbildlich brillant. Er ist lustig, er ist überraschend, er ist klug. Wo andere Linke mit Sozialstatistiken, Klassikerzitaten und Talkshowaufgeschnapptheiten dahereiern, genügt ihm als krass-intellektuellem Stand-Up-Comedian etwas Marx, Horkheimer/Adorno und Google, um auf nachvollziehbarste Art und Weise eine Psychopathologie des kapitalistischen Alltags zu entwerfen. Bezogen auf die westlichen Industriestaaten könnte man die herrschenden Verhältnisse nach Pohrt so auf den Punkt bringen: voll öde, deppert und natürlich extrem brutal.« (Christof Meueler, junge welt)
- »Apokalyptisches Raunen liegt ihm fern, der Tonfall ist heiter-resignativ und seine Polemik so rein und klar, dass es Verschwendung wäre, müsste er sie auf das Niveau linker Debatten herunterbrechen. [...] Kaum einer dürfte seine Dissertation gelesen haben, auch wenn sie seit einigen Jahren wieder greifbar ist. So kommt es, dass Pohrt als Provokationsteufel par exellence erscheint. Dabei folgt er streng den Prämissen seines an Horkheimer, Adorno, Günther Anders und Raymond Chandler geschulten Postmarxismus.« (Felix Klopotek, in: taz)
- »Jedenfalls bleibt er der Strategie treu, die Woody Allen einmal so formulierte, daß er keinem Club angehören möchte, der einen wie ihn als Mitglied aufnimmt. Mitglied wird man durch freien Entschluß, den man hinterher meistens bereut.« (Christoph Hesse, Rote Ruhr Uni)
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