Bauer, Joe:
Schwaben, Schwafler, Ehrenmänner
Spazieren und vor die Hunde gehen in Stuttgart.
Kurze Geschichten



Mit einem Titelbild von
Thilo Rothacker



Critica Diabolis 169

Paperback, 176 Seiten
14.00 Euro
ISBN: 978-3-89320-136-5

Mal sitzt er mit dem Sterne-Koch Vincent Klink hoch über der Stadt, um mit Blick auf den Stuttgarter Talkessel die Welt zu erörtern. Mal geht er in seinen Cowboystiefeln durch Brooklyn, um im Hudson River die Wahrheit über seine schwäbische Heimat zu finden. Mal rückt er die Werbung für das milliardenschwere Bahnprojekt »Stuttgart 21« zurecht: »Das neue Herz Europas klopft am Arsch der Welt.« Joe Bauer ist hauptberuflicher Spaziergänger und Straßenbahn-Herumfahrer und stellt scharfe Beobachtungen an. Keiner hat je zuvor über den Leichenschmaus im Degerlocher Gasthaus Fässle für die in Stuttgart beerdigten RAF-Terroristen Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe und Andreas Baader berichtet. In Degerloch, wo sich Fischköpfe, Bayern und Preußen gern auch mal »im Degerloch« wähnen, findet für den Autor der Terror auch auf andere Art statt: Seit 30 Jahren ist er Anhänger der hier beheimateten Stuttgarter Kickers, die er, vom Schwabenstress masochistisch gehärtet, auf dem Weg nach unten begleitet. Seine Handschrift ist ein Mix aus etwas Pathos und Sarkasmus.


Leseprobe als pdf

Pressestimmen:

  • »Geschmacksbewusste Menschen lesen in den Stuttgarter Nachrichten zuerst die Texte von Herrn Bauer. Zwischen zwei Buchdeckel gepresst, funktionieren seine Stücke noch besser als in der Zeitung, weil man sich ganz in Ruhe auf die Perlen einlässt.« (www.kessel.tv)
  • »Wenn man gute Freunde hat, die erwägen nach Stuttgart zu ziehen, dann könnte man ihnen als Entscheidungshilfe Joe Bauers neues Buch schenken. Die sechzig Geschichten, die dieses Buch versammelt, kommen der Stadt so nahe, wie ein Buch das eben kann. Der Kolumnist sieht der Stadt fanierend beim Fiebern zu und ringt seiner Verzweifung über den Zustand des erhitzten Patienten lakonische Liebeserklärungen ab.« (Stuttgarter Zeitung)