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Critica Diabolis 175
Paperback, 96 Seiten
13.- Euro
ISBN: 978-3-89320-144-0
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Das Phänomen Walser stellt sich von außen wie folgt dar: An einem lauschigen See ein stattliches Haus. Darin der Grossschriftsteller mit Mama und seinen vielen Töchtern. Doch ist das Haus nicht nur trautes Heim, sondern beherbergt obendrein ein Wirtschaftswunder, einen hochproduktiven kleinen Familienbetrieb. Mit unermüdlichem Fleiss und gesundem Erwerbssinn füllt er die Zeitungsseiten oder ganze Bücher ab und sammelt Literaturpreise wie andere Leute Bierdeckel oder Briefmarken.
Die Frage ist nur: Wer hatte ausfallen müssen, damit die Schriftstellerrolle mit einer Figur wie Walser besetzt werden konnte? Wiemer gelangt zu folgendem Schluss: [..... ........ .... ....... .............. ..... ... ...... ....], deren Werke an eine Epoche erinnern, in der auch hierzulande der Betrieb noch nicht über Originalität triumphiert hatte. Seit 1933 wurden nicht nur jüdische Kaufhäuser, Firmen und Banken arisiert, sondern auch Verlage und Bühnen. Daher finden sich die Vernichtungsgewinnler heute unter den Kadern der Kulturträger. [....... ......... .... ......... ..... ..... ... ..... ... ...... ..... ... ...] verbreiten wider Willen eine Ahnung von diesem Zusammenhang.
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Martin Walser hat im Auftrag des Rowohlt-Verlags über eine Abmahnung in Höhe von 20000.- Euro die Herausnahme zweier Textstellen bewirkt. Selbstverständlich ist der Verleger für diese Summe bereit, das genaue Gegenteil zu behaupten. Und er beweist dies mit einem Artikel, den er bereits 2005 veröffentlicht hat, in dem er Martin Walser für etwas in Schutz nimmt, das u.a. Frank Schirrmacher, Ruth Klüger, MRR, Ignatz Bubis und der Spiegel behauptet haben.

Klaus Bittermann: Der Heribert Faßbender der Literatur
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Pressestimmen:
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- »“Der Literaturverweser” von Carl Wiemer bei Edition Tiamat ist im Rennen um den deutschen Oscar für das böseste Buch 2010 mein Favorit, und auch in den Kategorien “witziges Buch” und “krankes Theaterstück” wird es nicht leicht übertroffen werden können. [...] 98 Seiten, die eine vollkommen durchdrehende Menge am Roten Teppich verdient haben und bekommen müssen. Ob der deutsche Feuilleton- und Literaturbetrieb erkennt, dass hier eine 3-läufige-Schrotflinte auch auf ihn gerichtet ist, ist dabei nicht ganz so wichtig.« (Franz Dobler)
- »Obwohl der Gegenstand des Stückes, der deutsche Literaturbetrieb, in Dialogen darzustellen ein ungemein schwieriges Unterfangen ist - Carl Wiemer meistert es mit Bravour.« (Klaus Berthold, Geowis Online-Magazin)
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