Bittermann, Klaus:
The Crazy Never Die
Amerikanische Rebellen in der populären Kultur



Über Lenny Bruce, Robert Mitchum, Hunter S. Thomspon, Abbie Hoffman, Lester Bangs & Kinky Friedman

Critica Diabolis 185

Paperback, 272 Seiten

16.00 Euro
ISBN: 978-3-89320-153-2

Biographische Essays über gesellschaftliche Außenseiter aus verschiedenen Bereichen wie Film, Schriftstellerei, Rock-Kritik, Comedy, Musik und Revolution, die großen Einfuß auf die Entwicklung der populären Kultur hatten. Auf ihren jeweiligen Gebieten waren alle Avantgardisten und hatten ihre Anfänge in den gegenkulturellen Bewegungen. Am Anfang war Lenny Bruce, könnte man sagen, der Vater der schmutzigen Wörter, der fuck in den öffentlichen amerikanischen Sprachgebrauch eingeführt hat. Er war das große Vorbild für alle anderen, für Thompson, Bangs, Hofmann und Friedman, denn er verkörperte Widerstandsgeist, Provokation und Dissidenz, und das alles auf einem extrem hohen Drogenniveau.

Dies waren die Jungs, denen die normalen Bürger Amerikas am liebsten den Kopf weggeballert hätten, weil sie alles repräsentierten, was inakzeptabel war, gefährliche Individuen, rückfälliges Gesindel, Feinde der Gesellschaft, Vaterlandslose ohne Familie, Deserteure aus allen Pfichten, d.h. wenn es so etwas gab wie »das andere Amerika«, dann waren sie die Protagonisten.




MDR-Interview mit Klaus Bittermann


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Cover in Druckqualität

Pressestimmen:

  • »Vor allem sind die Porträts außerordentlich spannend erzählt. Bittermann breitet sein umfängliches Faktenmaterial aus, elegant und mit ansteckender Verve, und wie sein Hausheiliger Dr. Gonzo schreibt er sich selbst mit hinein in den Stoff. Hier ist ein Bewunderer am Werk, der nicht vor Demut erstirbt, der Dummheiten als solche bezeichnet und der auch keinen Hehl daraus macht, dass er mit dem ein oder anderen nicht unbedingt befreundet sein wollte.« (Frank Schäfer, Rolling Stone)
  • » Bittermann schlägt in seinem Buch keinen melancholischen Ton an, sondern erzählt auf eine sehr angenehm prosaische Art das Leben der Outcasts..« (Christof Meueler, junge welt )
  • »Danke für THE CRAZY. Verschlungen. Beste Darstellung von Abbie Hoffman, ever. Und was haben wir? Gunter Sachs. Amen.« (Carl Weissner)
  • »Sechs faszinierende Psychogramme von Menschen, die sich die Freiheit nahmen, frei zu sein.« (Jutta Ladwig, literaturkritik.de)
  • »Natürlich wird man den Verdacht nicht ganz los, daß Klaus Bittermann nur deshalb Bücher schreibt, damit auf der hinteren Klappe sein XXL-extrascharfes Autorenfoto erscheint. Andererseits schreibt er mit so hinreißender Empathie und Kenntnis über seine Lieblinge, daß sie einem ans Herz wachsen und für‘s erste Mal da bleiben: Der darf das.« (Nikolaus Heidelbach)
  • »Dieses Buch könnte sie daran erinnern, was sie alles auf dem Weg zu “ihrem Glück” liegen ließen oder allzu billig verschleudert haben.« (Andreas Niedermann, Songdog-Verlag)
  • »Bittermann hat eine gute, höchst subjektive Wahl getroffen und zeichnet hervorragende Psychogramme dieser amerikanischen Legenden, die weit über das hinausgehen, was sich über sie auf Wikipedia oder anderen Online-Enzyklopädien finden lässt. Man hat den Eindruck, der Autor hätte mit seinen Helden jahrelang zusammengelebt. Ein Eindruck, der auch dadurch entsteht, weil Bittermanns Schreibe flüssig, unprätentiös und direkt ist. […] Die sechs Essays sind jeder für sich eine Hommage an die teils wegweisenden, nichts als die Freiheit propagierenden Rebellen der amerikanischen Sub- und Populärkultur. Hommages, die es so in deutscher Sprache bislang nicht gab.« (Hubertus Molln, GeoWis-Online Magazin)
  • »Nach diesem kundigen Essay über amerikanische Rebellen ist man schlauer.« (Gentlemen's Quarterly)
  • »Einer aber hat im Verborgenen eine Armee aus Chaos-Partisanen aufgebaut: Klaus Bittermann, der ›Blutgrätschen‹-Blogger und Wahnsinns-Verleger, der mit seiner Edition Tiamat wohl mehr gefährlich genialischen Schwachsinn ins deutsche Hirn eingeschmuggelt hat als jeder andere. Jetzt schleudert er handgranatengleich ein Manifest hinterher, eine etwas schlampig gemachte, aber ehrliche Liebeserklärung an die amerikanischen Freak-Rebellen von Lenny Bruce bis Lester Bangs und Kinky Friedman: ›in ihnen wurde der amerikanische Traum wahr‹. Was dieses Buch der Könige, das vor Szene-Wissen und lustig-erhabenen Anekdoten überquillt, so sympathisch macht, ist das unbedingte Fantum des Autors, der sich verneigt selbst vor den Drogenexzessen eines Lenny Bruce oder dem Suizid Hunter S. Thompsons, weil dies dazu gehört zur Suche nach dem authentischen Leben im falschen Staat, den Nixon so perfekt verkörperte. Dagegen zählt Thompson zu jenen, ›auf die man sich in unsicheren Zeiten hätte verlassen können‹; in unserer Zeit, soll das wohl heißen, und ja, ein Interview Thompsons mit den FDP-Boys, darauf ist Verlass, wäre ganz großes Gonzo-Kino.« (Oliver Jungen, FAZ)
  • »Ach, wie vermissen wir sie! Sag mir, wo sie geblieben sind: die Unangepassten, die Rebellen, die Verrückten. Stromlinienförmige Zeiten, oder absorbiert der kapitalistische Verwertungszusammenhang raffiniert jedes aufmüpfige Potenzial, knetet es durch und spuckt es als systemverträgliches Eskapismus-Bonbon wieder aus? So wird’s wohl sein. Nicht, dass der Bittermann das nicht wüsste. Dazu ist der aus Kulmbach stammende Berliner Verleger viel zu klug und reflektiert. Die Portraits seiner ,,Crazys" enthalten für den, der den Autor kennt, manchen autobiographischen Wink. Und sind doch mit Feuer geschrieben und Liebe. […] Bei aller Verve ist es kein Fanzine und keine Hagiographie im Sixpack, sondern der Autor schaut genau hin und analysiert, wie und warum einer wie Lenny oder Abbie Hoffman den US-Mainstream so erschütterte, dass er mehr als einmal von Cops abgeführt wurde. […] Es ist kein Nostalgiebändchen, es ist eine mit Herzblut geschriebene Kulturgeschichte des anderen Amerika.« (Rudolf Görtler, Fränkische Sonntagszeitung)
  • »Womöglich hat jeder, der morgens um 14 Uhr neben dem falschen Bett erwacht ist, von Robert Mitchum, Hunter S. Thompson oder Lenny Bruce gehört. Vielleicht auch gemerkt, dass dieses Amerika die Welt war, um die es ging, wenn man nicht nur pennen wollte. Heute aber braucht man dringend diesen Crazy-Franken in Berlin, der die verwirrenden Dinge zusammenbringt, damit man sie wenigstens jetzt kapiert. Bittermann ist ein Bewahrer des Guten. God bless you.« (Joe Bauer, Stuttgarter Nachrichten)