Seliger, Berthold:
Das Geschäft mit der Musik
Ein Insiderbericht



Critica Diabolis 210

Broschur, 352 Seiten

18.- Euro
ISBN: 978-3-89320-180-8

Jeder hört Musik, doch kaum einer weiß wirklich, wie sie zum »Produkt« gemacht wird. Dieses Buch ist eine instruktive Einführung in fast alle Facetten des Geschäfts mit der Musik. Es wird erklärt, wie das Tourneegeschäft, die Plattenfirmen, das Copyright, Sponsoring oder die Gema funktionieren, und der Autor diskutiert die aktuellen Geschäftsmodelle und befasst sich mit der Rolle der Künstler und Kulturarbeiter, aber auch mit ihrer miserablen sozialen Situation.
Doch dieses Buch ist auch eine Streitschrift für eine andere Kultur. Fast alle Bereiche des Musikgeschäfts werden heute von Großkonzernen dominiert – die Vielfalt der Kultur ist längst in Gefahr. Gleichzeitig erleben wir den Quotenterror – es zählt nur noch, was sich »verkauft«.

Die Verhältnisse werden von Monopolen und der Politik, die den »Staatspop« fördert, bestimmt. Dem setzt Seliger ein Plädoyer für eine selbstbestimmte Kunst entgegen, die nach anderen Kriterien bewertet werden sollte.


Leseprobe als pdf
Cover in Druckqualität


Radiointerview mit Berthold Seliger (mdr Figaro)

Interview mit B.Seliger (jungle World)

Interview mit B.Seliger (telepolis/heise online)

Pressestimmen:

  • »Ein gut informiertes, intelligentes und äußerst lesenswertes Buch, das alle diejenigen interessieren sollte, für die Musik nicht nur ein Konsumartikel ist.« (Carsten Beyer, Deutschlandradio Kultur)
  • »Das Buch „Das Geschäft mit der Musik“ mag polemisch sein, bietet aber einen tiefen Einblick in einen Kulturausverkauf, den der Musikfan, dem vor ein paar Jahrzehnten das Wort "Independent" mehr als nur eine Verkaufsvokabel war, schon seit vielen Jahren misstrauisch beäugt.« (Sabine Gietzelt, Bayrischer Rundfunk)
  • »Sein Buch liest sich zwar wie eine Abrechnung im Affekt, bedient aber weder den gemeinen noch den intellektuellen Voyeurismus. So beseitigt seine verbale Vendetta die Unkenntnis, beziehungsweise die Scheuklappen, gegenüber schroffen, unsozialen Geschäftspraktiken, äußerst unguten systemischen Konglomeraten und monopolistischen Geflechten.« (Persona Non Grata)
  • »Seliger spricht Klartext, sein profundes Wissen über das Musikbusiness stammt aus erster Hand. ... Das Buch ist mehr als nur eine Polemik gegen das neoliberale Prinzip der maximalen Profitgenerierung. Vielmehr erklärt Seliger die Grundprinzipien der Branche. ... Man mag nicht alle Kritikpunkte Seligers teilen, aber hier argumentiert ein Intellektueller nicht nur mit Bourdieu, Deleuze und Adorno, sondern vor allem mit Herzblut.« (Der Standard)
  • »Dass solche Analysen immer mit einem Bein in den Kulturpessimismus-Topf gestoßen werden, liegt auf der Hand, gehören sie doch zu den dezidierten Spielverderbern, die noch dazu auch all das penibel auflisten, was früher zwar auch nicht ideal, aber jedenfalls besser gewesen ist. Seligers Forderungen idealisieren daher auch kein irgendwie besseres Gestern, ihnen geht es eher um die Ermöglichung eines Zukünftigen.« (Didi Neidhart, Versorgerin)
  • »Es gibt kaum ein anderes Buch, das die Mechanismen, die das Pop-Business bestimmen, so präzise darlegt.« (Hanspeter Künzler, NZZ)
  • »Berthold Seliger hofft in seinem großartigen und ernüchternden Buch nicht zuletzt auf den integren, gesellschaftskritischen Künstler und den aufgeklärten Konsumenten.« (Joachim Schneider, Badische Zeitung)
  • »Das spezielle Insiderwissen erhebt diesen Band in den Stand eines grandiosen Lehrbuchs« (Spex)
  • »Der Marktkenner Seliger attackiert unsere postneoliberale Gouvernementalitätsgesellschaft im Allgemeinen und die von gierigen Großkonzernen dominierte Musikbranche im Besonderen. ... Ein wütendes Manifest gegen die Musikindustrie.« (Oliver Jungen, FAZ)
  • »Ich bin mir sicher, daß dieses Buch für Furore sorgen wird. Seliger nimmt kein Blatt vor dem Mund beim Beschreiben und Analysieren des Haifischbeckens, er dient sich niemandem an, er schreibt schlau und stilsicher über eine Industrie, in der das, was diese Industrie einmal möglich gemacht hat, nämlich Rock'n'Roll, Revolte und Dissidenz, nicht mehr vorgesehen ist.« (Stefan Maelck, mdr Figaro)
  • »Eine kenntnis- und detailreiche Analyse, die auf einer tiefen Kenntnis kapitalistischer Prozesse basiert.« (Matthias Reichelt, Zitty)
  • »Dank gebührt Seliger für den Mut, so offen Klartext zu reden - viele Freunde unter den vielen Profiteuren des bestehenden Systems dürfte er sich mit diesem Buch nicht machen.« (OX-Fanzine)
  • »Seliger formuliert mit großartiger Verve, ausdauernder Empörungskraft und reichlich Beispielsmunition, wie die Musik zum bloßen Unterhaltungsgeschäft wird.« (Musik-Express)
  • »Seliger besticht durch umfassendes Fachwissen und beeindruckender Unbestechlichkeit, ein grosser Wurf und Pflichtlektüre für alle Musikliebhaber wie auch 'Geschäftsleute'!« (Rec Rec Shop)
  • »Ich hoffe, das Buch macht Geschichte!« (Jan Reichow)
  • »Jemand, der praktisch alles kritisiert, was in der Musikbranche von heute gang und gäbe ist, wohlwissend, dass die Verhältnisse in ihr letztlich nur eine Kopie dessen sind, was sich in allen gesellschaftlichen Bereichen abspielt, gerät schnell in die Gefahr, als Träumer abgestempelt zu werden. Kluge Leser werden sich davor hüten, weil sie spüren, dass der Autor zwar manchmal polemisch, aber immer kompetent über eine Branche schreibt, die er prinzipiell liebt.« (Gunnar Leue, Musikmarkt)
  • »Seliger ist ein Überzeugungstäter. Er liebt Musik, das merkt man seinen Texten an. Deswegen plädiert er heftig und oftmals hoch unterhaltsam dafür, dem auch hier regierenden neokapitalistischen Markt, dem es nur um Abverkäufe geht, nicht kampflos das Feld zu überlassen.« (Tina Manske, Rocks)