Miller, Lee:
Krieg
Mit den Alliierten in Europa 1944-1945. Reportagen und Fotos



Aus dem Englischen von Andreas Hahn und Norbert Hofmann

Critica Diabolis 209

Mit zahlreichen Fotos
gebunden mit Schutzumschlag, 336 Seiten

24.- Euro
ISBN: 978-3-89320-178-5

Sie war eine der wenigen Frauen, die als Kriegskorrespondentinnen akkreditiert waren, und eine der neuen Stars des Journalismus, die plötzlich am Himmel aufgingen. Ihre Berichte und Fotos erschienen in der Vogue , denn selbst die Leser des Mode-Magazins wollten wissen, was es mit den Krauts auf sich hatte. Ihre Reportagen aus der Hölle, aus der unbekannten und fremden Welt mit dem Namen Drittes Reich gehören auch im Nachhinein zum Erhellendsten, was über Deutschland und seine Bewohner geschrieben wurde.

Dieser Band enthält zum ersten Mal alle ihre Kriegsreportagen und zahlreiche ihrer berühmten Fotos, außerdem Briefe und Artikel über das befreite Paris und ihre Gespräche mit Picasso, Cocteau, Aragon, Eluard und Colette.

Mit einem Vorwort von David E. Schermann Nachwort des Herausgebers Antony Penrose


Leseprobe als pdf
Cover in Druckqualität

Pressestimmen:

  • »Ein ganz und gar staunenswertes Buch« (Walter van Rossum, Deutschlandfunk)
  • »Lee Millers Reportagen mit ihren berühmten Fotos in einer längst überfälligen Edition. Das, was Lee Miller in ihren Reportagen aus dem besetzten Deutschland festgehalten hat, ist nicht gealtert. Es ist die Stimmung des Kriegsendes. Sie schmeckt frisch und beißend und bitter wie am ersten Tag.« (Andreas Kilb, FAZ)
  • »Millers Reportagen sind gestochen scharf - und gehen unter die Haut.« (Britta Jürgs, Virginia)
  • »Fast noch aufwühlender als Lee Millers Bilder aus den Jahren 1944–45 sind ihre Texte. […] Lee Millers Reportagen enthalten eine Fülle erschütternder Details. […] Der Krieg hatte sie retraumatisiert. Mit ihren Fotos aber war es ihr gelungen, auf einzigartige Weise die Beschädigungen und Paradoxien des Lebens sichtbar zu machen. « (Franziska Hirsbrunner, SRF)
  • »Es sagt viel über die Nachkriegszeit und die gesellschaftliche Stellung der Frau, dass Miller so lange in Vergessenheit geraten konnte, denn sie war eine ganz große Reporterin.« (Michael Sontheimer, taz)
  • »Ihr Humor, ihre Empathie und Unsentimentalität, aber auch ihr starkes Selbstbewusstsein dringt aus den Texten. Vielleicht unmittelbarer noch als die Fotos geben sie den Blick frei auf eine außergewöhnliche Frau und Künstlerin.« (Carsten Hueck, DeutschlandRadio)
  • »ein spannendes, manchmal bissiges, immer aufregendes Buch voller aufwühlender Fotos, Kriegsreportagen, Briefe und Artikel, das den Zweiten Weltkrieg in seiner ganzen Härte und Schonungslosigkeit schildert.« (Thomas Behlert, junge welt)
  • »Miller konnte nicht nur fotografieren, sondern auch brillant formulieren. Das Buch beweist damit auf bestechende Weise, dass sich Stil im Fall dieser erstaunlichen Frau nicht auf Kleidung beschränkte. Die Texte präsentieren eine begnadete Erzählerin, die Fakten und Informationen geschickt in Stimmungen packt. Sie verwechselt Einfühlungsvermögen nicht mit Gefühligkeit, die Front nicht mit einem Ort heroischer Taten.« (Tamara Dotterweich, Nürnberger Zeitung)
  • »Sie war auf eine bissige Art brillant und dennoch vollkommen loyal, unprätentiös und unerbittlich gegenüber jeder Art von Augenwischerei. Sie war eine vollendete Künstlerin und ein vollendeter Clown, zugleich eine Hinterwäldlerin aus Upstate New York und eine kosmopolitische Grande Dame, kaltes, soigniertes fashion model und Wildfang.« (David E. Scherman)
  • »Lee Miller berichtete so unglaublich prä-Hunter-Thompson-scharf und aus einzigartigem Blickwinkel, dass man´s liest, als hätte man nie was darüber gelesen. Ihr absolut unversöhnlicher Hass auf “die Hunnen” feuert dermaßen stark aus dem Buch, dass man als Hunne auch heute noch schamrot in Deckung geht und weiß, dass das alles nicht so vorbei ist, wie´s die guten Deutschen gern hätten, die heute nicht mehr Hunnen genannt werden mögen.« (Franz Dobler-Blog)
  • »Nicht nur der Umstand, dass sie als eine der wenigen Frauen an vorderster Front die US-amerikanischen Truppen begleitete, ist bemerkenswert, sondern vor allem ihr scharfer unversöhnlicher Blick auf ein Deutschland und seine Bewohner, die – so Miller in treffender Diagnostik – von “krimineller Geisteskrankheit” und einer “Liebe zum Tod” besessen waren und die, nachdem sie völlig überrascht darüber waren, dass ihre Geheimwaffen den Krieg nicht für sie entschieden, sich gleichsam opportunistisch und unverdrossen wünschten, auf der Seite der Sieger zu sein.« (Jonas Dörge, BgA Kassel)
  • »Mit den starken Fotografien, den Briefen und den beeindruckenden Reportagen – Miller schafft es mit ihrem Talent, dass der Leser alles vor Augen hat – ist »Krieg: Mit den Alliierten in Europa 1944-1945« ein expressives Dokument, gleichsam ebenso ein schockierendes.« (Muromez-Blog)