Bittermann, Klaus:
Alles schick in Kreuzberg
Unter Touristen, Pennern, Gentrifizierten



Critica Diabolis 213

Broschur, 240 Seiten

14.- Euro
ISBN: 978-3-89320-182-2

Und wieder versucht Klaus Bittermann herauszufinden, wie weit die Gentrifizierung in seinem Viertel in Kreuzberg gediehen ist. Er beobachtet eine wundersame Vermehrung junger Franzosen, Engländer und Spanier, er ist den »Miethaien« auf der Spur, die sich als harmlose Rentner tarnen, er bestaunt eine Schießerei auf dem Spielplatz vor seiner Tür, in der es sehr alttestamentarisch zugeht, er schlägt sich im Wellness-Bereich des Berliner Zolls durch, er isst kontaminiertes Sushi, um erleuchtet zu werden, er lernt einen Mann kennen, der mit Teelichtern heizt, er demonstriert vor dem Springer-Hochhaus, wo Bild die rote Karte gezeigt wird, und er recherchiert in einem Tätowierstudio.

Einen Reim kann er sich nicht darauf machen, aber er weiß ganz sicher: Das alles wird sich irgendwann mal aufklären. Sie könnten ihm übrigens dabei behilflich sein. Wie? Ganz einfach. Besorgen Sie sich das Buch. Es soll angeblich wieder ganz lustig sein.


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Cover in Druckqualität

Pressestimmen:

  • »Vor zwei Jahren veröffentlichte Klaus Bittermann Band 1 seiner spöttischen Miniaturen. Jetzt legt er mit Band 2 vergnügt und entspannt wieder los.« (Stefan Berkholz, Tagesspiegel)
  • »Noch besser als das letzte Buch. Und das muss man erstmal schaffen. Einzigartige Miniaturen, von denen man gar nicht genug kriegen kann. Und das Buch hat heilende Wirkung, denn die Heiterkeit ist ansteckend. Wer dieses Buch nicht liest, dem ist nicht mehr zu helfen.« (Ulrich Peltzer)
  • »Für jemanden, dem vor Berlin so graut wie mir, ist dieses Buch ein Quell der Freude: Berlin kann ja auch komisch und menschlich sein!!! Mit Bittermanns Blick fahre ich jetzt wieder gern hin.« (Elke Heidenreich)
  • »Bittermanns Beobachtungen sind wohltuend klischeefrei, trotzdem ungebrochen berlinerisch und herzerfrischend witzig.« (Lifestyle Magazin)
  • »Keiner beschreibt die Macken der Berliner so kauzig, kenntnisreich und liebevoll wie Klaus Bittermann.« (Harald Schwiers, Karlsruher Kurier )
  • »Berliner Miniaturen, wach beobachtet, exakt und unaufgeregt beschrieben, mit viel Humor ohne jegliche Effekthascherei.« (Hans Graber, Neuer Luzerner Zeitung)
  • »Bittermann kurze Stücke überzeugen, weil er nicht unbedingt die große Pointe rauskitzeln will, weil er sich oft zurückhält und dem Leser zutraut, dass er eine Anspielung versteht.« (Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger)
  • »Bittermann schreibt, wie Zille zeichnete. Und das liest sich, als würde man Tom Waits hören. Wunderbare Miniaturen des Alltags. Klaus Bittermann ist ein manchmal melancholischer Chronist, der grinsend durch sein Berlin streift.« (Bernd Gieseking)
  • »Das Gefühl, das sich einstellt, wenn das Gehirn endlich realisiert hat, dass die 235. Seite von ›Alle schick in Kreuzberg‹ tatsächlich die letzte ist, gleicht der Wehmut, die den Abschied eines guten Freundes ins Exil begleitet. Ein vortrefflicher Streich.« (Jan Off)
  • »Das macht dem Bittermann keiner nach. Nicht dieses Buch. Man sollte ihm dafür den verdammten Büchnerpreis umhängen, so kämpferisch selbstironisch, gelassen, unverkrampft und humorig kommt das schmucke Ding daher; so eingängig, sich jeden schnellen oder auch langsamen Urteils über die Menschen enthaltend, wertfrei, möchte man sagen, angedickt mit einer klassisch anmutenden Heiterkeit. Und Philanthropie. Man kann es kaum glauben. So gut ist es.« (Andreas Niedermann)
  • »Wenn ich nicht dauernd damit beschäftigt wäre, so überaus überirdische Kriminalromane zu schreiben, würde ich versuchen, so witzig ins Schwarze des Eierlochs treffen wie Klaus Bittermann. Zum Niederknien!« (Jan Seghers alias Matthias Altenburg)
  • »Die Geschichten sind super. Sehr lustig und sehr sympathisch. Wenn der Kiez untergeht, wird er in Deinen Büchern weiterleben.« (Robert Seethaler)
  • »Tofte!« (Frank Goosen)
  • »Klaus Bittermann ist ein literarischer Werner Heisenberg: Seine Kreuzberg-Miniaturen haben den Charme quantenmechanischer Unschärfen. Die ergeben sich aus Bittermanns abgeklärter Heiterkeit, aus seiner Sympathie für fast alles, was sich anders entwickelt als erwartet.« (Michael Kröher)
  • »Klaus Bittermanns Kolumnen sind Berlin-Literatur der besonderen Art. In ihnen geht es nicht um die Nabelschau in Berlin-Mitte, die zum Erkennungszeichen der Berlinprosa nach dem Mauerfall geworden ist. Hier gehen keine Thirty-Somethings ihren juvenilen Identitätskrisen nach. Stattdessen läuft ein freundlicher Herr mit Hang zur linken Theorie von Guy Debord bis Etienne Balibar ein recht überschaubares Areal ab: Das zivilisatorische Bermudadreieck zwischen Admiralbrücke, Kottbusser Damm und Dieffenbachstraße – wenn man von gelegentlichen Ausflügen nach Friedrichshain, zur 02-Arena oder nach Mitte, zum Dorotheenstädtischen Friedhof etwa, einmal absieht. Klaus Bittermanns Kolumnen sind auch keine Methode der Verbreitung pittoresker Berlin-Schnurren. Obwohl jede Menge der berüchtigten 'Ballina Schnauze', verrauchte Eckkneipen und Menschen in schlecht sitzender Kleidung darin vorkommen. In der Bildenden Kunst erfreut sich derzeit die Methode der Stadtteil-Kartographie großer Beliebtheit, wo von Mietpreisen bis zu Genderfragen alles sehr ernsthaft vermessen wird. Seine Texte sind eine Art Stadtsoziologie mit literarischen Mitteln. Und viel, viel lustiger und verständlicher als diese, sagen wir 'Biennalenkunst'.« (Ingo Arend)
  • »Bittermann setzt der Welt, wie sie ist, eine Haltung des unbeugsamen Eigensinns entgegen. Bittermann, der ewig junge, rebellische Weltzuschauer, schweift umher und beweist im absichtslosen Nebenbei, wofür das Leben wirklich lohnt.« (Brigitta Lindemann, WDR)