Cardoso, Bill:
Rummel im Dschungel. Eine Reportage aus Kinshasa
Muhammad Ali gegen George Foreman



Aus dem Amerikanischen von Franz Dobler

Critica Diabolis 214

Broschur, 112 Seiten,
12.- Euro
ISBN: 978-3-89320-193-8

Bill Cardoso war der Mann, der das Markenzeichen »Gonzo« für Hunter S. Thompson erfand. »Das ist reiner Gonzo«, schrieb er an Thompson, als er dessen berühmten Artikel über das Kentucky-Derby gelesen hatte. Bill Cardoso wusste, wovon er redete, denn er schrieb selbst Gonzo. »Er war ein hell leuchtender Komet«, sagte Warren Hinckle. Im September/Oktober 1974 reiste Cardoso nach Kinshasa, um über den Boxkampf Muhammad Ali gegen George Foreman zu berichten.
Cardoso schrieb dabei weniger über den Boxkampf selbst, sondern vielmehr über die Hitze und den Durst, die absurden Umstände und den Presserummel, über Budd Schulberg und Norman Mailer, über das Land und den Diktator Mobutu mit seiner Leopardenfellmütze und die authenticité , das Zauberwort für das neue Selbstbewusstsein der Schwarzen, über den großen Gesang »Ali Boma Ye« (Ali, töte ihn), der überall in Zaire zu hören war.


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Cover in Druckqualität

Pressestimmen:

  • »Ich hatte ganz vergessen, wieviel Spaß und Vergnügen es macht, diesen Bastard zu lesen. Bills Arbeiten sind so genau und selten und einzigartig, dass ich ganz eingeschüchtert bin. Ich habe ganze Nachmittage damit verbracht, über Bills Kinshasa-Stück zu weinen.« (Hunter S. Thompson)
  • »Ein Meisterwerk des Gonzo-Journalismus [...]. Das Schöne an dieser Reportage ist, dass sie die Paranoia ihres Autors plausibel macht.« (Ulrich Gutmair, taz)
  • »In mehrfacher Hinsicht interessant, denn er beschreibt nicht nur den Kampf, sondern - und vor allem - auch das ganze Drum und Dran des legendären „Rumble in the Jungle". Ausserdem gilt er als einer der Urtexte des sogenannten Gonzo-Journalismus und ist daher auch formal bemerkenswert.« (Michael Luisier, Buchzeichen, SRF 1)
  • »Ein fiebriges, schweißtrebendes Stück Gonzo-Literatur. Ein packendes Zeitporträt. Und nicht zuletzt ein faszinierendes Afrika-Buch, das befremdet, stoned und doch mit Insider-Stolz auf den schwarzen Kontinent blickt.« (Patrick Wildermann, Tagesspiegel)
  • »Ein Paradebeispiel für Gonzo-Journalismus, eine erzählerische Achterbahnfahrt... Acht Jahre nach Cardosos Tod liegt der Text nun in deutscher Übersetzung vor. Zum Glück. Denn diese Lektüre ist ein Mega-Ritt in unzählige Geschichten hinein.« (Markus Gasser, Radio SRF 2)
  • »Rummel im Dschungel ist auch ein lebendiges, grelles Portrait voller kruder Bilder und Leidenschaft, das bei allem Wahnsinn sehr viel Spaß macht. Vielleicht war ein sperriger, komplizierter Mann wie Bill Cardoso genau der richtige, um den ganz speziellen Charme Kinshasas zu Zeiten des durchgeknallten Mobuto-Reichs überhaupt aushalten und so genau einfangen zu können.« (Thomas Jaedicke, DeutschlandRadio Kultur)
  • »Ein spannender Erlebnisbericht, der sich ganz und gar nicht nach einem angenehmen Aufenthalt Cardosos im ehemaligen Zaire liest. Er lässt sich binnen zwei, drei Stunden verschlingen und hallt nach.« (Hubertus Molln, GeoWis-Onlinemagazin)
  • »Wunderbar abgedrehte und durchgeknallte Reportage« (Frank Goehre, CulturMag)