Droste, Wiglaf:
Der Ohrfeige nach



Critica Diabolis 220

Klappbroschur, 208 Seiten,
14.- Euro
ISBN: 978-3-89320-191-4

Wiglaf Droste ist wieder und weiter unterwegs und begegnet den Zumutungen der Welt so kundig wie neugierig und auf elegante, charmante und sprachschöpferische Weise. Er weiß, wie man sich verhält, wenn eine Frau aus besserem Hause völlig betrunken unbedingt mit einem ihr ganz fremden Mann tanzen will und zum Beweise dessen auf den Auserwählten einprügelt. Droste trifft nachts am Spätkauf eine Frau, die ihre letzten zwei Euro für Bier ausgegeben hat und die Welt nicht mehr versteht: »Dabei bin ich doch Suhrkamp-Autorin.« Lustige Geschichten und sezierende Sprachglossen über Designervokabeln wie »greige«, »mauve« und »taupe«, über Phrasen von »Baustellen« und »Hausnummern« und Abwimmelungssätze wie »Wir kommen auf Sie zu« oder Talkshowjargon à la »dankbar und demütig« wechseln einander ab. Was passiert, wenn aus Leipzig »Hypezig« wird, das »n« aus der Sprache verschwindet und die Bahn plötzlich die »Bonusfahrtzeit« entdeckt bis zum Ende aller »gebrauchten Tage«? Wiglaf Droste weiß das, und er macht kein Geheimnis daraus.


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Cover in Druckqualität

Pressestimmen:

  • »Droste beobachtet, denkt und schreibt mit einer Schärfe und Treffsicherheit wie kaum einer sonst.« (Rudolf Görtler, Fränkischer Tag)
  • »Wie man auch zum Sprachkritiker Droste steht: ihn zu lesen, schärft das Gehör ungemein. Dennoch wären seine Textsammlungen einseitig, stellte er der Kritik nicht auch gelegentliche Lobgesänge entgegen, manche erwartbar (Borussia Dortmund), manche eher unerwartet (Steven Spielbergs Tim & Struppi-Verfilmung). Oder Miniaturen, die sich dem Aphorismus nähern.« (Stefan Höppner, literaturkritik.de)
  • »Selbst wenn ich schon verroste / les' ich noch Wiglaf Droste.« (Klaus Hübner, Westzeit)