Hell, Richard:
Blank Generation
Autobiographie



Aus dem Englischen von Norbert Hofmann

Critica Diabolis 228


Mit zahlreichen Fotos
288 Seiten, 20.- Euro
ISBN: 978-3-89320-200-3

Von frühester Jugend an träumte Richard Hell davon abzuhauen, was er dann auch mit siebzehn tat. Er landete im New Yorker East Village, in den sechziger und siebziger Jahren ein Ort mit billigen Mieten und tausend Möglichkeiten. Er arbeitete als Buchhändler und wurde Dichter, der sich in der Künstlerszene herumtrieb, in der Feminismus, Androgynie und Transvestismus in der Luft lag, bevor er einer der wichtigsten Figuren in der neuen Musikszene wurde. Für Malcolm McLaren war er die Inspiration für das, was er mit den Sex Pistols dann verwirklichte. Richard Hell erinnert sich schonungslos an seine Drogenabhängigkeit und wie er sich daraus befreite, und es gelingen ihm großartige Porträts der damaligen Kunst- und Musikszene..


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Pressestimmen:

  • »Blank Generation rief in mir ein Gefühl hervor, das ich als Kind hatte ... Ich wuchs auf und verliebte mich in eine Welt, die nicht meine war. Es gibt wenige Bücher, die mich dazu verleiten, selbst zu schreiben; dies ist eines von ihnen.« (Kathleen Hanna, Bikini Kill/Le Tigre/Julie Ruin«)
  • »Wenn Patti Smith jüngste Memoiren "Just Kids" ausführlich ihren eigenen Start in Downtown New York schildern, ist das ein kontrolliertes und elegisches Unternehmen, es ist auch eine abschließende Politur ihrer Vergangenheit. Hells Buch ist mehr suchend und unverblümter und das verleiht ihm eine ganz eigene Kraft. Er ist der ungeschönten Wahrheit verpflichtet, sich selbst und anderen gegenüber, und doch ist er fair und, falls nötig, auch zurückhaltend. Dieses Buch handelt nicht von einem tragischen Ende. Es ist vielmehr ein ernsthafter, aber niemals rührseliger Versuch, Einblicke in eine schöpferische, magische und eher kurzlebige Ära zu geben, die heute nicht nicht mehr existiert.« (Rachel Kushner, New York Times)
  • »Die Flucht nach vorne ist sein Lebensantrieb: um den einenden Identitätsvorstellungen zu entkommen, die von außen, von den Betrachtern, Zuschauern, Fans und der Gesellschaft über ihn gestülpt werden... Immer wieder lässt Hell im Laufe seines Lebens Welten hinter sich, um sich neu zu definieren, ist ständig in der Schwebe, im Prozess.« (Jonas Engelmann, Konkret)
  • »'Blank Generation' ist das Sittengemälde einer untergegangenen Zivilisation. Und ein tolles Drogen-Aufklärungsbuch, nach Lou Reeds Diktum: Um den Horror einer Droge angemessen zu beschreiben, muss man ihre Faszination begreifen.« (Klaus Walter, Süddeutsche Zeitung)
  • »Hells großes Thema ist sein Unwillen, für einen Konsens vereinnahmt zu werden.« (Marie Schmidt, Die Zeit)
  • »Es macht Spaß, diese Memoiren und Gedankengänge zu lesen. Hell wirft einen erzählerischen, distanzierten Blick auf den damals neuen Underground – keinen bloß historisierenden. Ihm liegt daran, seine Geschichte, das egozentrische Verhalten, die 'Selbstverliebtheit und Ichbezogenheit' neu zu bewerten. Die kritische Sicht auf sich selbst ist gelungen.« (Jens Uthoff, taz)
  • »Man war fertig mit der bürgerlichen Welt, ohne jede Bereitschaft, sich an einer solchen zu beteiligen oder gar eine neue zu erbauen. Geschweige denn, darüber in einen Diskurs zu treten. Hell beschreibt eine drogengeschwängerte, fatalistische Subkultur, die vor allem eines nicht sein wollte: integrativ.« (Reverend Christian Dabeler, junge welt)
  • »Gut geschrieben sind diese 280 Seiten. Richard Hell bebildert seine Jugend, die Zeit des Anfangs von Punk in New York und beschreibt die damalige Kunstszene. Er lässt uns Flair und Atmosphäre dieser Zeit in seinen Beschreibungen spüren. Man riecht förmlich das Leben in den billigen Absteigen, in denen Hell wohnte und wo befreundete Buchhändler auf Matratzen hinter den Verkaufsregalen schliefen.« (Sabine Gietzelt, Bayern 2, Zündfunk)
  • »Ein Buch für Fans.« (Adi Quarti, kritisch-lesen.de)
  • »Es ist ein Blick zurück ohne Verbitterung und Häme. Blank Generation durchleuchtet aus einer persönlichen Warte einen der aufregendsten Momente in der Geschichte des Rock'n'Roll.« (Christian Gasser, Loop Musikzeitung)
  • »New York zu Beginn der Punk Ära. Richard Hell schont sich in seiner Biografie nicht. Was für ein packendes Spektakel, diese wunderbare Biografie.« (Gernot Recke, kamikaze-radio)
  • »Eine lesenswerte Autobiografie.« (Jochen Overbeck, Musikexpress)
  • »Seine Autobiographie kommt genau wie sein Leben eher schleppend in Gang, ist teilweise etwas verquasselt, besonders in Erinnerungen an Girls, Groupies und Nancy Spungen, die Freundin von Sid Vicious, doch immer wieder gibt es einen Satz mit der Power eines vierminütigen Drei-Akokorde-Songs« (Matthias Penzel, Rocks)
  • »Richard Hell erfand fast im Alleingang Punk, wie wir ihn kennen, gründete zwei der einflussreichsten Bands in der Geschichte der modernen Musik, und definierte neu, was Rock‘n‘Roll-Texte sein können. Wenige Leute waren so bedeutend – und doch so unterschätzt – wie der Dichter, Musiker und die Mode-Ikone Richard Hell.« (Anthony Bourdain, Autor von »Geständnisse eines Küchenchefs«)
  • »Eine Musikerbiografie mit tollen Einblicken in die Anfänge von Punkrock/CBGB. Alles in einem sehr offenen, zynischen Tonfall, durchaus auch literarisch. Für mich eins der besten Musikbücher.« (Markus Nägele, Lektor bei Heyne Hardcore)
  • »Ein reuevoller, von Kämpfen gezeichneter, traurig-witziger Beobachter seines Lebens und unserer Zeit.« (New York Times)
  • »Richard Hell konzipierte und realisierte eine nachhaltige Vorstellung von Rockstarruhm, als hätte er den Begriff selbst erfunden. Radikal selbstkritisch, schreibt er eine Prosa, die so schneidend scharf ist wie ein vom Mondlicht geschärftes Diamantmesser.« (Luc Sante, Autor von Low Life)