Seliger, Berthold:
I Have A Stream
Für die Abschaffung des gebührenfinanzierten Staatsfernsehens



Critica Diabolis 227

Broschur, 304 Seiten,
16.- Euro
ISBN: 978-3-89320-199-0

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen erfüllt den gesetzlichen Auftrag, die »demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen«, schon längst nicht mehr. Die Realität ist: Sendungen, Serien, Shows, die am Privatfernsehen orientiert sind. Quotenterror. Zwangsweise eingetriebene Gebührengelder.
Die »Öffis« sind trotz regelmäßiger Einsprüche des Bundesverfassungsgerichts zum verlängerten Arm des Parteienstaats, also zum Staatsfernsehen mutiert. Und das ist heute ein Massenbetrieb, der auf Konsum statt Kultur ausgerichtet ist, auf Ablenkung statt Bildung, auf Propaganda statt Information.

Die wenigen anspruchsvollen und interessanten Sendungen wandern auf unattraktive Sendeplätze. Warum soll man mit den Bluttransfusionen namens Zwangsgebühren eine Leiche künstlich am Leben erhalten? Zumal dem öffentlich-rechtlichen Disziplinierungsapparat heute das Fernsehen als Streaming »on demand« gegenübersteht: Die Zuschauer können sich das, was sie sehen wollen, ansehen, wann sie es wollen. Das klassische Geschäftsmodell des Staatsfernsehens ist überlebt.


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Cover in Druckqualität

Pressestimmen:

  • »Ein Buch [...], das rundheraus den Nagel so auf den Kopf der Glotze trifft, dass einem die Spucke wegbleibt. […] Seliger würzt seinen Text mit sprachlicher Finesse, ohne effekthascherisch auf die große Pauke zu hauen (die absurden Fakten sprechen schließlich alle für sich); und selbst wenn er mit einen Wust an Zahlen und Statistiken jonglieren muss, schwindet dabei unsereinem nicht die Leselust. Ganz große Klasse sind seine Geschmacksurteile, die er eher beiläufig ausstreut, trennend dabei die Spreu von Weizen. […] Nach der Lektüre ist man schier fassungslos vor Ehrfurcht, dass sich ein kluger Kopf wie Berthold Seliger das überhaupt angetan hat, diesen geballten Fernsehirrsinn derart seriös und akribisch abzuarbeiten. Da wurde die Schmerzgrenze sicherlich ein ums andere Mal tangiert. Anscheinend glaubt er jedoch noch an eine Leserschaft, die aufgeklärt werden will.« (Gottfried Blumenstein, schwarzwasser.de)
  • »Damals, als alles noch so schön unproblematisch war, habe ich keine Gebühren bezahlt. Es verursachte kein schlechtes Gewissen und verlangte nicht nach Begründung. Im Namen der heute hoch im Kurs stehenden ‚Authentizität’ würde ich sagen, es entsprang den positiven Gefühlen zu meinen kleinkriminellen Energien und meiner partiellen Asozialität. Nach der Lektüre von Berthold Seligers klugem Buch – das aufklärt über Geschichte des ‚Öffentlich-Rechtlichen’; die Finanzierung dieses ideologischen Staatsapparats; das faktenreich die Programme seziert; das empirisch ist ohne ins Sachliche abzugleiten – könnte ich meinen ehemals spontanen Frevel nun viel bewußter, also guten Gewissens, neu beleben.« (Thomas Ebermann)
  • »Seliger nimmt kein Blatt vor den Mund... er dient sich niemandem an und schreibt schlau und stilsicher.« (Stefan Maelck, MDR)
  • »Wer nur ansatzweise über äthetische Sensibilität verfügt, wird Seliger zustimmen. So kann das mit dem Fernsehen in Deutschland nicht weitergehen. Und die Notwendigkeit des Systems lässt sich angesichts des Medienwandels nicht mehr mit dem Argument verteidigen, dass eine von den acht Milliarden Euro, die es jährlich frisst, für sinnvolle Zwecke ausgegeben werden.« (Thierry Chervel)
  • »Ein kampflustiger Autor, der sich noch nie um eine Auseinandersetzung gedrückt hat und dessen unverblümte Kritik an den Verhältnissen immer wieder heraussticht.« (Jörg Augsburg, der Freitag)
  • »Es werden in atemberaubendem Tempo und auf sprachlich hohem Niveau öffentlich-rechtliche Absurditäten, Fehler und Peinlichkeiten aufgezählt. Der Autor legt ausführlich dar, dass es dabei nicht um einzelne Ausfälle handelt, sondern um einen organisierten, systemischen Missstand. [...] Seligers ganz große Stärke ist es, diese Beobachtungen bis ins letzte Details aufzuklären und nachvollziehbar darzulegen. Er leistet damit wertvolle, aufklärende Arbeit, benennt uns Zwangsgebührzahlern die grundsätzlichen Systemfehler, die Falschauslegungen und offenkundigen Gesetzesbrüche.« (Dennis Schütze Blog)