Thompson, Hunter S.:
Die Odyssee eines Outlaw-Journalisten
Es war ein brutales Leben, und ich habe es geliebt.
Gonzo-Briefe 1958-1976



Herausgegeben von Douglas Brinkley
Aus dem Englischen von Wolfgang Farkas

Critica Diabolis 222

Hardcover, 607 Seiten,
28.- Euro
ISBN: 978-3-89320-194-5

In diesem Band erweist sich Hunter S. Thompson als großer Briefeschreiber, dessen Prosa, wie The New Republic einmal schrieb, getränkt war von »einer Art Rimbaud‘schen Delirium«, wie es nur »wenigen Genies« eigen ist. Und große amerikanische Autoren wie Tom Wolfe, William Kennedy oder James Salter erkannten, dass Thompson ein meisterhafter Stilist war und ein außergewöhnliches Gespür für abgründige Komik hatte. Vom Ende der fünfziger Jahre bis in die Zeit, als er mit seinem Hell‘s Angels Buch und mit »Angst und Schrecken in Las Vegas« berühmt wurde, als er für das Amt des Sheriffs in Pitkin County kandidierte und die Wahlkämpfe 68 und 72 begleitete, reicht die Zeitspanne, in der er trotz hektischer Aktivitäten, großer Artikel, ausgedehnter Reisen und trotz des ausgiebigen Konsums vieler Drogen und Alkohol Zeit fand für eine ausführliche Korrespondenz mit Leuten wie Tom Wolfe, Kurt Vonnegut, Warren Hinckle, Oscar Acosta, Jann Wenner, aber auch mit Redakteuren, Lektoren, seiner Mutter, Freunden u.a. Hinzukommen Memos und Artikel, die noch nie veröffentlicht wurden.

Vor zehn Jahren, am 20. Februar 2005 hat sich Hunter S. Thompson das Leben genommen.


Volksbühne Berlin, 19.2.2015:
Sophie Rois liest einen Brief von Hunter S.Thompson an Tom Wolfe vom 3.März 1971



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Cover in Druckqualität

Pressestimmen:

  • »Er war ein großer amerikanischer Wahnsinniger, also der einzig Vernünftige in einer Welt der Paranoia, so sah er das - und in seinen Briefen kann man diesen großen Schriftsteller dabei zusehen, wie er sich in den Schlachten mit anderen Schreibern, in Feindbildern und Angstträumen (...) weniger selbst findet als erfindet: Hunter der Anarchist, Hunter der Patriot, Hunter der Freiheitsfanatiker.« (Der SPIEGEL)
  • »Endlich ist nun ein großer Teil der Briefe von Hunter S. Thompson auf Deutsch erschienen, und zwar in einem Doppelband, der eine gute Auswahl aus den beiden ersten "Gonzo Letters"-Bänden von 1998 und 2000 trifft. Diese von Douglas Brinkley herausgegebenen Bände hatte der Autor noch selbst und quasi als Autobiographie-Ersatz autorisiert. Dass Thompsons Draufgängerstil in der Übersetzung nicht albern oder aufgesetzt wirkt, ist das Verdienst des Übersetzers (und "Blumenbar"-Gründers) Wolfgang Farkas, der sich um harte Vokabeln nicht drückt, wo sie nötig sind. […] Und doch war Thompson im Herzen ein Moralist und der Ostküsten-Gegenkultur bei allem Waffengefuchtel näher, als er tat. « (Oliver Jungen, FAZ)
  • »Charmant und anrührend, weil hinter aller Großmäuligkeit ein sensibler, nachdenklicher und selbstzweiflerischer Poet zum Vorschein kommt.« (Gisa Funck, Tagesspiegel)
  • Die Briefe sind nicht nur ein explosives Sammelsurium, sondern ein Archiv der offenen Konfrontation im kollektiven Wahnsinn mit dem havarierten American Dream.« (Peter V. Brinkemper, Glanz&Elend)
  • »Lesenswert für all diejenigen, die es gern direkt und deftig mögen.« (Walter Janson, SWR)
  • »Es wird auch bei der Leipziger Buchmesse wieder extrem viele Cover mit Autorenfotos geben, doch, jede Wette: keine ist auch nur annähernd so sexy wie das auf diesem Ziegelstein von Buch.« (Alexander Reich, junge welt)
  • »Ich verbinde mit Thompson viel Alkohol, viele Drogen, laute und auch pöbelnde Unangepasstheit. Sowie Eigenständigkeit, Direktheit und Unverblümtheit. [...] In den nun auf Deutsch vorliegenden Gonzo-Briefen aus den Jahren 1958-1976 lerne ich auch noch einen anderen Thompson kennen, einen clever-pragmatischen Sinnsucher.« (Hans Durrer, Huffington Post)
  • »Durch seine Briefe kann man den gefeierten Gonzo-Pionier anders und wohl auch besser kennenlernen, als “nur” durch eine Biografie.« (Klaus Reckert, booknerds)
  • »In den Gonzo-Briefen kann man ganz gut verfolgen, wie sich die Hunterfigur immer deutlichere Konturen annimmt - diese durchgeknallte, großmäulige, aufbrausende, starrsinnige, aber eben auch unbestechliche und grandios respektlose Heldenrolle, in der er sich mit der Zeit immer wohler zu fühlen scheint.« (Frank Schäfer, Rolling Stone)
  • »Zehn Jahre nach seinem Selbstmord ist die Lektüre seiner Briefe - zärtlich manchmal, poetisch oft, noch öfter entfesselt vor Wut, dann wieder überraschend rational - an alle, die schreiben, eine Erinnerung daran, den eigenen Instinkten zu folgen.« (Julia Encke, FAS)
  • »Für Leute, die beim Lesen nicht die Lippen bewegen, ist dieser Prachtband schon jetzt eines der Bücher der Saison. Jede der 606 Seiten ist ihr Geld wert. In diesem Monat wird man für 28 Euro nichts Besseres bekommen, das die Gehirnsynapsen fröhlicher zum Klingeln bringt.« (Martin Compart, evolver - Die Netzzeitschrift)
  • »Als Journalist verkörperte er etwas Unkorrumpierbares... Es ist die Wut eines politischen Individuums, die hier zum Ausdruck kommt.« (Jens Uthoff, taz)
  • »Seine Episteln sind so spöttisch und schneidend wie die Briefe zwischen Hannah Arendt und Mary McCarthy, so beleidigend und tödlich wie die Briefe von Martha Gellhorn...« (Profil)
  • »Die Gonzo-Briefe stecken voll der Wortgewalt, aber eben auch der Präzision eines Scharfschützen. Ein Muss!« (Matthias Penzel, Rocks)
  • »Ein äußerst wertvolles Zeitdokument. Es zeugt von Thompsons anhaltender Bedeutung.« (The Village Voice)
  • »Eine rasend chaotische Achterbahnfahrt, eine Zeitreise. Knisternde elektrische Ladungen, direkt verbunden mit dem Feuer der Hölle.« (William S. Burroughs)
  • »Lesen Sie diese Briefe – aber, um Gottes willen, geben Sie diesem Mann niemals Ihre Telefonnummer.« (Johnny Depp)