Weidmann, Iwan:
Ante Finem
Roman



Critica Diabolis 234

Klappenbroschur,
208 Seiten, 18.- Euro
ISBN: 978-3-89320-207-2

Ein Junge, der unbedingt Fotograf werden will. Sein Vater, der berühmte Chirurg, der ihn schon als Nachfolger sieht. Eine Frau in Prag. Unfähig zu einem Anfang, lässt er die Begegnung als verpasste Gelegenheit enden. Fünfzehn Jahre später. Nationalsozialismus. Krieg. Unverhofft steht sie ihm in München wieder gegenüber. Eine große Liebe beginnt. Und bald auch eine nicht enden wollende Lüge.
»Nicht ohne Sophie, aber auch nur schwer mit seinen Lügen leben zu können, war er stets alles andere als ein Überzeugungstäter gewesen, hätte der Abgrund zwischen dem, was er tat, und dem, was er fühlte, nicht größer sein können. Trotzdem füllte er die Rolle des Geschichtsfälschers, die ihn anfangs Anstrengung und Überwindung gekostet hatte, bald mit einer traumwandlerischen Sicherheit aus, hatte er eine Realität geschaffen, die in sich so stimmig war, dass sie ihn, wenn er die Augen vor seinem Tun gerade einmal nicht verschlossen hielt, selber erschreckte.«

Iwan Weidmann erzählt das Leben eines Mannes, der immer ein anderer sein wollte, sich aber nie zu entfliehen vermochte, der glaubte, sich aus den Geschehnissen seiner Zeit heraushalten zu können, sich aber doch in sie verstrickte.


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Pressestimmen:

  • »Iwan Weidmann beschreibt das Schicksal zweier Menschen, die unter Adolf Hitler lebten. Noch mehr beeindruckt mich Iwan Weidmanns präzise Sprache. Kein Wort zu viel, jedes Wort gut gewählt. Auch das ist nicht zu unterschätzen, wenn man bedenkt vor welchem thematischen Hintergrund dieser Roman erzählt wird. Es ist wichtig, dass wir solche Bücher lesen. Dass wir uns erinnern, an das, was war.« (Nora Zukker, SRF 3)