Pohrt, Wolfgang:
Brothers in Crime
Die Menschen im Zeitalter ihrer Überflüssigkeit.
Über die Herkunft von Gruppen, Cliquen, Banden, Rackets und Gangs



Critica Diabolis 68

Broschur, 224 Seiten
16.- Euro
ISBN: 978-3-89320-002-3

Ausgehend von Horkheimer, demzufolge die gesellschaftliche Herrschaft »aus ihrem eigenen ökonomischen Prinzip heraus in die Gangsterherrschaft« übergeht, beschreibt Pohrt die allgemeine Entwicklungstendenz. »Wer an der Spitze steht, steht auch mit einem Beim im Knast.« Heute oft mit beiden. Top-Manager wie Uli Hoeneß und Thomas Middelhoff, deren Gesetzesverstöße öffentlich verharmlost werden, sind nur zwei aktuelle Beispiele. Jugendbanden und Russen-Mafia vervollständigen das Bild, und es vergeht kein Tag, an dem die organisierten Verbrecher nicht vor dem organisierten Verbrechen warnen. Statt noch einmal über die hinlänglich bekannten Machenschaften der herrschenden Klassen sich zu verbreiten, unternimmt Pohrt den Versuch, die Bedingungen zu bestimmen, unter denen sich auflöst, was Gesellschaft war, und an deren Stelle ein System von Cliquen und Banden tritt.


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Cover in Druckqualität

Pressestimmen:

  • »In seinem neuen umfangreichen Essay untersucht Pohrt Erscheinungsweisen von 'Banden', die er zu diesem Zweck und erhellend weiter als gewöhnlich definiert... der unterhaltsame Stil sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß es sich hier um eine fundierte sozialwissenschaftliche Studie handelt... Ein origineller Beitrag zur zeitgenössischen Kapitalismuskritik..« (Thomas Rothschild, Freitag)
  • »Pohrt schreibt so ruppig, wie Leitartikler gern schreiben würden. Er holt sich seine Munition aus der Geschichte der Mafia, von Karl Marx und Max Horkheimer. Seine Polemik liest sich so gut, daß vermutlich die meisten für einen Augenblick vergessen, wie wenig sie ihr glauben.« (Süddeutsche Zeitung)
  • »Trifft zu, was Pohrt behauptet, hat man nicht mit einem Ende mit Schrecken, sondern mit einem Schrecken ohne Ende zu rechnen. Beruhigend ist das nicht.« (junge welt)