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Geisel,
Eike:
Triumph des guten Willens.
Gute Nazis und selbsternannte Opfer. Die Nationalisierung der Erinnerung
Critica
Diabolis 75
Paperback,
208 Seiten
10.- Euro, 17.80 SFr.
ISBN: 3-89320-013-4
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"Some
of my best friends are German", machte sich Eike Geisel gerne über das
antisemitische Stereotyp lustig, demzufolge man einige Juden zu seinen
besten Freunden zählt. Aber Eike Geisel war nicht nur ein unnachgiebiger
Kritiker des deutsch ;jüdischen Verbrüderungskitsches, den "bemerkenswerte
Herzlosigkeit" vorgeworfen wurde, sondern er machte als Historiker mit
seinen Arbeiten über den jüdischen Kulturbund auch auf ein lange unbeachtetes
Kapitel deutscher Kulturpolitik in den Jahren 1933 bis 1941 aufmerksam.
Dieser Band versammelt Geisels verstreute essayistische Arbeiten, die
z.T. große Kontroversen auslösten. Über den Antisemitismus des "anderen
Deutschlands" und den Mythos vom Widerstand des 20. Juli, "E.T. bei den
Deutschen" oder warum "Schindlers Liste" von Spielberg bei den Deutschen
so beliebt war, "Das Ende der Schonzeit", eine Reportage über einige NS-Überlebende,
die als jüdische Rächer nach dem Krieg Nazis jagten, über die jüdische
Widerstandsgruppe Herbert Baum, ein Gespräch Eike Geisels mit dem israelischen
Historiker Tom Segev über die Gründungsgeneration des Staates Israel.
"Die Deutschen haben sich nie als Bürger dieser Welt, sondern immer als
Verdammte dieser Erde gesehen. Auch die Wiedervereinigung hat daran nichts
geändert. Gab es vor dem Fall der Mauer 60 Millionen Opfer, so hat sich
deren Zahl nun um 17 Millionen Insassen einer Einrichtung erhöht, die
nicht nur der Kanzler schon vor 1989 als Konzentrationslager bezeichnet
hatte." Eike Geisel
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